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Josephinenbrücke: Gesperrt für Lkw schwerer als 12 Tonnen. Geplanter Ersatzneubau Oktober 2017 - Dezember 2018

18.08.2017

Seit Juli 2015 ist die Josephinenbrücke II für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 12 Tonnen gesperrt. Umleitung für Lkw über Schwartauer Allee und Einsiedelstraße. Der Neubau ist in der Zeit von Oktober 2017 bis Dezember 2018 geplant.

 
 

Aktuelle Hinweise nachfolgend

18. August 2017: Baugrunduntersuchungen an der Josephinenbrücke II . Abbiegen in Josephinenstraße von Einsiedelstraße am 23. August 2017 nicht möglich

Baugrunduntersuchungen an der Josephinenbrücke II. Beeinträchtigungen am 23.8.2017

Am Mittwoch, 23. August.2017, werden von 8 bis 16.30 Uhr an der Josephinenstraßenbrücke II umfangreiche Baugrunduntersuchungen durchgeführt.


Hierfür ist es notwendig, die Josephinenstraße zwischen der Einmündung der Posener Str. und der Kreuzung mit der Einsiedelstraße als Einbahnstraße in Richtung Einsiedelstraße/ Nordtangente zu beschildern. Das Einfahren in die Josephinenstraße von der Einsiedelstraße/ Nordtangente kommend ist während der Untersuchungen nicht möglich.


Es wird empfohlen, über die Karlstraße, Schwartauer Allee und Posener Straße die Baustelle zu umfahren.


Fußgänger und Radfahrer können den Bereich weiterhin passieren.


Zurzeit wird die Überbauerneuerung des Bauwerks geplant. Um zu erfahren, ob die vorhandene Gründung einschließlich des Baugrunds die gestiegenen Lasten aus dem LKW Verkehr zukünftig aufnehmen kann, sind diese Baugrunduntersuchungen erforderlich.


Der Bereich Stadtgrün und Verkehr bittet um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und ist bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.+++

6. März 2016 - Vorstellung der Infrastrukturmaßnahmen für 2017: Geplanter Ersatzneubau der Josephinenbrücke von Oktober 2017 - Dezember 2018

Ersatzneubau beginnt voraussichtlich im Oktober 2017

Am 6. März 2017 wurden vom Fachbereich Stadtgrün und Verkehr die Infrastrukturbaumaßnahmen 2017 vorgestellt.

Aufgrund von noch nicht abschließend zugesicherten Fördermitteln und weiteren offenen Abstimmungen können sich in der Maßnahmenliste oder bei den Ausführungszeiten noch Änderungen ergeben.Das gilt auch für die geplante Erneuerung der Josephinenbrücke.


Der Ersatzneubeu der Josephinenbrücke ist für den Zeitraum Oktober 2017 bis Dezember 2018 vorgesehen.

Laut Maßnahmenplan erfolgt in 2017 die Leitungsverlegungen mit halbseitigen Sperrungen.


Weitere Informationen auch in der Übersicht der Großprojekte hier >>


10. Juli 2015 - Josephinenbrücke: Gesperrt für Lkw schwerer als 12 Tonnen

Umleitung für Lkw über Schwartauer Allee und Einsiedelstraße.
Durchfahrt für leichtere Fahrzeuge nach wie vor frei!

An der Josephinenstraßenbrücke über die Hafenbahn ist die bereits die angekündigte Beschilderung zur Beschränkung der Belastung auf der Brücke in dieser Woche montiert worden. Das bedeutet, dass alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gewicht über zwölf Tonnen die Brücke nicht mehr befahren dürfen und über Umleitungsstrecken ausweichen müssen.


Die Umleitung der Lkw wird ausgeschildert und erfolgt durch die Schwartauer Allee, über den Knotenpunkt Schwartauer Allee / Karlstraße und die Einsiedelstraße. Es wird auf diesem Streckenabschnitt zwangsläufig zu Auswirkungen auf den bisherigen Verkehr kommen. Der zuständige Bereich Stadtgrün und Verkehr bittet hierfür um Verständnis. Für Pkw und kleinere Lkw gibt es derzeit noch keine Einschränkungen.


Vor der jetzigen Beschilderung gab es Untersuchungen gemeinsam mit dem Lübecker Hafen, bei der geprüft wurde, ob eine Umfahrung durch das Nordlandkai-Gelände möglich wäre. Diese Idee musste leider aus Sicherheitsgründen verworfen werden. Zum einen ist das Hafengelände ein zertifizierter Bereich nach dem ISPS-Code, zum anderen bringt der dortige Ladeverkehr mit schweren Containern und entsprechenden Fahrzeugen zu große Risiken für den allgemeinen Verkehr mit sich. Daher muss es derzeit und bis auf weiteres bei der oben beschriebenen Verkehrsumleitung bleiben.


Technischer Hintergrund:

Die Brücke aus dem Jahr 1963 zeigt massive Schädigungen des Betons durch chemische und mechanische Einflüsse. Es handelt sich bei dem Bauwerk um eine sogenannte Hohlplatte, bei der zur Materialeinsparung große Blechrohre in den Brückenquerschnitt gelegt wurden und die damit einen Hohlraum erzeugten, bevor die Brücke betoniert wurde. Um die Tragfähigkeit einer solchen Brücke herzustellen, wird sie sowohl in Längs- als auch in Querrichtung vorgespannt, d. h., es werden hochfeste Bewehrungselemente eingebaut, die wie eine Feder angespannt und dann vergossen werden.


Bei der Josephinenstraßenbrücke sind bei einer Plattendicke von ca. 95 bis 100 cm Rohrdurchmesser von ca. 70 bis 75 cm eingebaut worden. Aufgrund dieser Bauart sind über und unter jedem Scheitelpunkt eines Rohres nur wenige Zentimeter tragender Betonquerschnitt vorhanden, was bei zu geringer Bewehrung dazu führt, dass sich hier Längsrisse bilden und dich das Bauwerk quasi in Einzelbalken auflöst. Die Spannelemente bestehen aus Stählen, die möglicherweise zur Spannungsrisskorrosion neigen. Alter und Hersteller der Stähle deuten darauf hin.


Des Weiteren ist auch in dieser Brücke eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR), umgangssprachlich „Betonkrebs“, festgestellt worden. Das ist eine chemische Reaktion zwischen dem Zement und den Kieszuschlägen im Beton, die zur Zersetzung des Betons führt und z. B. bei der Possehlbrücke zur Reduzierung der Verkehrslasten auf 7,5 to geführt hatte. Bei einer im September 2014 durchgeführten objektbezogenen Schadensanalyse (OSA) wurden bereits freiliegende Bewehrungseisen unterhalb der Asphaltdecke festgestellt. Im Januar 2016 wird eine weitere Untersuchung der Unterseite der Brücke erfolgen, danach wird die Brücke in ein halbjähriges Sonderprüfungsprogramm aufgenommen.


Ebenso wurde eine hohe Chloridbelastung des Betons festgestellt. Chloride werden durch das Streusalz in den Beton eingetragen und führen dazu, dass die Bewehrungsstähle im Inneren der Brücke rosten. Hieraus entsteht, neben der Querschnittsminderung der Stähle, eine Volumenvergrößerung durch den Rost, der dann wieder die Betondeckung sprengen kann und den Zutritt von Wasser und Streusalz noch vergrößert.


Die Kragarme, auf denen die Geh- und Radwege verlaufen, sind mit einer Quervorspannung an die Brücke gehängt. Diese zeigen zwar noch keine äußerlichen gravierenden Mängel. Es kann allerdings aufgrund der AKR in der Platte dazu kommen, dass die Quervorspannung nicht mehr ausreichend verankert ist, um „abirrende“ Radlasten – also wenn ein Lkw von der Straße abkommt und auf dem Gehweg zum Stehen kommt - sicher abzuleiten.


Der Bereich Stadtgrün und Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

 

Lübeck Management e.V.

 
 

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